Sonntag, 11. September 2011

Persönliches | 10 Jahre. In Gedenken an 9/11.

Huhu meine Süßen.
Ich dachte ich nutze den heutigen Tag noch dazu mit euch über 9/11 zu sprechen. Jeder der diese Zahlen hört weiß sofort, sie zuzordnen. Jeder weiß was an diesem Tag in New York passierte. Jeder weiß was er an diesem Tag getan hat. Und jeder hat seine eigene kleine Geschichte zum 11. September 2001. Ein Tag, der nicht nur die Geschichte Amerikas veränderte.

Eigentlich war es ja ein Tag wie jeder andere bis zwei Flugzeuge ins World Trade Center flogen, eins das Pentagon zerstörte und das vierte nur durch den Mut und die Kraft der Passiegere über einem Stück freien Land abstürzte. Und nur deswegen weiß beinahe jeder Mensch auf der Welt, was er in diesen Sekunden getan hat.
Es ist nun 10 Jahre her, ich persönlich war damals junge 10 Jahre alt. Ich habe keinen persönlichen Bezug nach Amerika, kenne da niemanden, war noch nie dort und kenne auch keinen aus Deutschland, der Kontakt dahin hat. Am 11. September 2001 war ich beim Klöppeln. Damals hatte ich einen Kurs belegt, weil meine Tante das selbige tat und ich es wundervoll fande, wie sie aus normalen Fäden wunderschöne Deckchen kreierte. Ich kam gerade nach Hause, da saß mein Vater vorm Fernseher und berichtete meiner Mutter von den Ereignissen. Als 10 Jährige bekommt man natürlich nicht mit, was da wirklich passiert ist. Ich saß einfach daneben, spielte etwas und schaute ab und zu in den Fernseher. Als 10 Jährige interessierte mich nicht was da passierte, aber ich erkannte bereits damals an den Reaktionen meiner Eltern, dass sie beunruhigt waren.

Nun ist die Zeit vergangen und je älter ich wurde umso mehr habe ich verstanden was da wirklich passiert war. Ich habe mich mit der Thematik 9/11 beschäftigt, schaue auch sehr aufmerksam Dokumentationen, Filme oder ähnliches. Auch heute, 10 Jahre später, fesseln mich die Bilder nach wie vor.
Vor allem die Schicksale der einzelnen Menschen, die dort ihr Leben lassen musste, die bewegen mich zutiefst. Ja ich kannte keinen, aber trotzdem bin ich sehr betroffen, von all den Geschichten die ich bereits gelesen habe. Geschichten von Menschen die am 12. September 2001 Hochzeitstag hatten, ein Mann der den Flug 93 beinahe verpasst hätte und somit hätte am Leben bleiben können. Dann gab es die Stewardess Betty Ong die im Flug 11 Kontakt zu den Menschen auf dem Boden hatte. Helfer die ihren ersten Einsatz als Feuerwehrmann hatten und bei diesem bereits ihr Leben lassen mussten. Es gibt so viele persönliche Geschichten die unentdeckt blieben, von Menschen, die ihr Leben vor sich hatten. Die am Morgen des 11. September aufwachten und sich vielleicht auf einen Ausflug am Wochenende freuten, oder gerade eine neue Liebe eingegangen waren. All das bewegt mich so sehr, dass ich mich dazu entschied diesen Blogpost zu verfassen. Und vor allem denke ich an die Familien, die ihre Kinder, Ehemänner, Ehefrauen, Omas, Opas, Schwestern und Brüder verloren haben, denen die wichtigsten Menschen im Leben entrissen wurden.

Vielleicht habt auch ihr am heutigen Tage an die Anschläge vom 11. September zurückgedacht. Ich würde mich gern mit euch darüber unterhalten. Wo habt ihr gesteckt? Wie habt ihr von den Anschlägen erfahren? Hattet ihr vielleicht sogar einen persönlichen Bezug zu Amerika? Ich möchte aber trotzdem darum bitten diskret mit dem Thema umzugehen und Verschwörungstheorien oder anderes zu unterlassen. Einfach aus Respekt vor den Opfern, denen es völlig egal war ob da ein Flugzeug oder eine Bombe explodiert ist. Vielen Dank.

Wie habt ihr diesen Tag erlebt?

Kommentare:

  1. Nun ja, es ist durchaus sehr tragisch was damals passiert ist. Ich hoffe, das sowas nie wieder passiert. Mein Freund ist Amerikaner, seine Familie (ausgenommen seiner Mutter und Brüder) wohnt in den Staaten. Wir selbst haben da auch Verwandschaft.

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  2. Also ich weiß noch damals war ich ja noch in der Grundschule und wir hatten früher schluss gehabt. Draußen war ein grauer Tag. Ich setzte mich auf das Hochbett und macht meinen kleinen mini Fernseher an. Der erste Kanal, der etwas über die Anschläge berichtet haben, war so n billig Sender...den sich keiner anguckt. Ich dachte zuerst es wäre ein neuer Film für den sie werben. Dann kamen auch irgendwann die Nachrichten auf RTL und so...und wir hatten angst das nun der dritte Weltkrieg ausbricht. Also meine Eltern und ich.

    Ich habe geweint weil iche s furchtbar fand. am nächsten Tag gab es eine Gedenkminute und ich hab gesehen wie meine sonst so starke Lehrerin anfing zu weinen als sie darüber gesprochen hatte.

    Aber ich muss gestehen, dass mich das ganze drum herum nervt. Klar, es ist was extrem furchtbares was passiert ist. Aber es ist nun 10 Jahre her und schon zwei Wochen vorher dreht sich um nichts anderen in den Medien. Ich bin der Meinung, dass, wenn es woanders, z.b. bei uns gewesen wäre, kein Hahn danach gekräht hätte. Die Länder hätten zwar gesagt dass es ihnen leid tut dass so etwas schlimmes passiert ist. Aber das wärs gewesesen. Jeden Tag passieren schlimme Dinge, tausende Menschen sterben wegen Bomben etc..Japan z.b. hat viel mehr Schaden genommen als damals vor 10 Jahren in New York. Und ich denke nicht, dass nächstes Jahr viel drüber berichtet wird. Und Jahr, für Jahr, für Jahr wird immer weniger und weniger über solche Dinge berichtet. Ich zu meinen Teil denke einfach, eben WEIL es in Amerika und in New York war, wird es so gepuscht.

    Das soll keinesfalls eine Verschwörungstheorie oder der gleichen sein, sondern einfach meine Meinung.

    Gestern zeigten sie auch einen Mann der damals geholfen hat dne Leuten rauszholen etc. Mittlerweile hat er durch die Gase Krebs bekommen und hat Schulden von 27000 Dollar, aber keinen interessierts. Anstatt die Medien groß anzuheizen, sollte man sich um die Menschen kümmern, die noch leben, dessen Leben durch diese Tragödie sehr schwer geworden ist.

    Ich hoffe ich starte hier kein Krieg, es ist wie gesagt meine Meinung :)

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  3. @Zerschmetterling
    Wow danke für deinen ausführlichen Beitrag dazu.
    Ich kann nachvollziehen was du meinst. Ich finde es super, dass u auch so offen darüber sprichst.
    Das mit dem Mann, der heute Krebs hat, habe ich auch gesehen und da gebe ich dir vollkommen Recht. Ich finde auch, dass man sich mehr um die Menschen kümmern sollte, die ihr Leben dafür eingesetzt haben um zu helfen. Hier hat Amerika leider schon immer gezeigt, dass der Zusammenhalt wohl doch nur oberflächlich herrscht, zumindest was die Regierung zu ihrem Volk betrifft.
    Denn es waren gutbürgerlicher Menschen die dort ihr Leben riskierten und keine Leute von der Regierung. Dort herrscht ein hoher Nachhol- und Verbesserungsbedarf.

    Liebste Grüße!

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  4. Wolltest du nicht 11.09.2001 schreiben?...

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  5. @Anonym
    Oh ja danke. (:
    Habe es geändert.

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  6. Ich war damals bei meinen Großeltern und meiner Uroma um den Geburtstag meiner Uroma zu feiern (sie hatte nämlich am 11.9.). Ich war 11 Jahre alt und saß mit meiner Famile im Wohnzimmer. Meine 5 Jahre jüngere Cousine war in dem kleinerem Wohnzimmer, in dem der Fernseher steht, und hat dort Kinderfilme geschaut. Ich weiß nur noch, dass sie irgendwann zu uns kam und sich beschwert hat, dass keine Kinderfilme mehr laufen würden. Daraufhin bin ich mit meiner Schwester zu ihr um einen anderen Sender zu suchen, bis uns auffiehl, dass überall das Selbe lief. Wie gesagt, ich war 11 und habe das gar nicht so richtig verstanden und dachte damals im ersten Moment nur "Ja, dann ist da eben ein Flugzeug abgestürzt, aber wieso machen die da so einen Trubel drum". Ich habe dann erst im Laufe des Abends mehr oder wenigere verstanden, was da überhaupt passiert ist.
    Krass fand ich, was damals an unserer Schule abging... Unsere Lehrer haben das ganze Thema komplett verschwiegen! Nur unser Musiklehrer sagte zu Beginn seiner Stunde ein paar Worte dazu, die aber im Grunde folgendes beinhalteten: "Wenn ihr dasrüber reden wollt, dann macht das zu Hause mit euren Eltern."
    An der Gedenkminuten haben wir jedoch auch teilgenommen.. aber nicht weil der Lehrer es wollte, sondern weil wir ihn dazu überredet hatten.
    Komisch, oder? Im nachhinein könnte ich mir vorstellen, dass unsere Lehrer einfach keine Angst verbreiten wollten. Immerhin waren wir erst in der 5. Klassen und haben das auch gar nicht so richtig begriffen.

    Ich weiß auch noch, dass ich damals sofort an einen Wahrsager erinnerte, der ein paar Jahre vorher wärend der Nachrichten auf RTL gefragt wurde, wann der nächste Weltkrieg ausbrechen würde. Ich meine er sagte damals 2003... Versteht mich nicht falsch, ich bin niemand der Wahrsagern glaubt, aber in dem Moment habe ich gedacht "Ok, dann geht das noch zwei Jahre so weiter und dann geht's los"


    Ich muss übrigens auch Zerrschmetterling zustimmen. Ich finde es ein bisschen nervig, dass die letzten Tage dauernt etwas darüber im Fernsehen kam, aber Heute, am 11.9. habe ich ehrlich gesagt ziemlich wenig darüber gehört. Diese ganzen Sondersendungen hätte ich mir doch eher für Heute gewünscht und nocht die ganze Woche davor. Wie gesagt, Japan hat z.B. mehr Schaden genommen, aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht mal mehr an welchem Tag der Tsunami war.
    Wie auch bei Zerrschmetterling auch, keine Verschwörungstheorie oder ähnliches, trotzdem finde ich auch, dass das Thema zu viel gepusht wird.

    So, ich bin mit meinem Roman am Ende ^^

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  7. ich hab damals eigentlich nicht wirklich etwas von dem ganzen verstanden ich war erst 5.
    ich kann mich aber noch gut erinnern ich hab mit meiner mutter einen Film angeschaut und plötzlich hat mein Vater von der Arbeit angerufen wir sollen schnell nachrichten einschalten es sein etwas schlimmes passiert.Bei mir in der Stadt gibt es so eine Kasere, die ist in der nähe von meinem Haus. Dort wurde plötzlich alles darum abgesprerrt und kein auto drufte mehr vorbei. Ich hab die ganzen Bilder damals eher als film gesehn aber irgendwann wurde mir klar das es echt ist. jetzt schokiert mich das ganze immernoch unglaublich.

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