Sonntag, 10. Oktober 2010

Persönliches | Alles was mich diese Woche bewegt hat.

Ich möchte zum Abschluss an die erste Oktoberwoche mal ein paar Dinge mit euch teilen, die mich in den letzten Tagen sehr bewegt haben. Einfach ganz allgemeine Gedanken, die mir in den Sinn kamen und mir auch mal die ein oder andere Stunde Schlaf raubten, da ich jemand bin, der sich wirklich über alles einen Kopf macht. Ihr könnt euch gern einbringen, ich freue mich mit euch meine persönlichen Gedanken zu teilen. Schreibt einfach drauf los, was euch so einfällt.

Und doch sind wir allein.

Ist es nicht komisch, dass man manchmal dasitzt und plötzlich denkt, dass man doch, obwohl man alles hat wie Familie, wenig Geldprobleme, gute Noten, die ein oder andere gute Freundin, Geschwister und so viele andere materielle Dinge, eigentlich in Wirklichkeit gar nichts hat. Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. Irgendwo ist man doch trotz seiner Familie und Freunde ein allein existierender Mensch. Man schläft allein ein und wächst allein aus. Man erträgt Krankheiten allein und kann nur selbst eine bestimmte Situation empfinden. Man macht das alles allein. Und obwohl man dankbar ist, für jeden Menschen der einem zur Seite steht, könnte man auch ohne ihn existieren. Ich spreche absichtlich von einem "exisitieren" und keinem "leben".

Wollen wir Ehrlichkeit?

Ich möchte euch mal was fragen: Was ist euch bei einer Beziehung oder einer Freundschaft wichtig? Ihr würdet bestimmt unter anderem mit "Ehrlichkeit" antworten. Aber sind wir mal ehrlich.. wollen wir das wirklich? Was ist zum Beispiel wenn du dir ein total tolles Kleid gekauft hast, du bist voller Euphorie und rennst zu deiner Freundin um sie um ihre EHRLICHE Meinung zu bitten, was du nochmal betonst. Ja und sie meint: "Oh mein Gtt sieht das Kleid schrecklich aus." Wolltest du das wirklich hören? Eher nicht. Genauso die Meinung zur Figur, die Meinung zur Wohnung, die Meinung zu was weis ich.. wir wollen eine ehrliche Meinung, kommen aber mit dieser dann oft nicht klar und sind enttäuscht. Ich nehme mich da gar nicht raus, da ich erst in dieser Woche mit einer ehrlichen Meinung von einer Freundin konfrontiert wurde. Ja ich habe es immer gesagt: "Sei ehrlich, wenn dich was an mir stört.". Sie war ehrlich und hat mir dann mal gesagt was sie nervt.. und wow, dass hat mich so getroffen das ich 4 Tage nicht richtig schlafen konnte und echt Selbstzweifel hatte. Ist das der Sinn von Ehrlichkeit? Komplizierte Sache.

Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten?

Ja und dann noch ein Thema was mich gerade jetzt etwas beschäftigt. Meine Mutter ist eben auf Arbeit, weil sie Nachtschicht hat. Sie arbeitet "am Fliesband" also eine echte Routinetätigkeit. Sie sagt immer, sie ist froh das sie Arbeit hat aber soll ich euch mal was sagen? Ihr Kindheitstraum war es Archäologin zu werden. Und jetzt steht sie am Fliesband? Na ich weis ja nicht. Außerdem hatte sie eben echt Kopfschmerzen, war müde.. ihr ging es gar nicht gut. Ich riet ihr daheim zu bleiben, aber sie quälte sich auf Arbeit um Ende des Jahres ihre Prämie zu bekommen und uns Kindern (Ich habe noch 3 Geschwister, die alle älter sind als ich.) ein schönes Weihnachten zu ermöglichen. Die Prämie bekommt sie, wenn sie ein ganzes Jahr nicht gefehlt hat, egal ob ärztliches Attest oder nicht. Es zählt die Anwesenheit. Ist das der Sinn der Arbeit? Sich hinzuschleppen, obwohl es einem echt nicht gut geht um am Ende soviel Geld über zu haben, dass man seinen Kindern ein Weihnachtsfest mit allen Wünschen erfüllen kann? Es tut mir echt weh, sie so gehen zu lassen. Am liebsten hätte ich die Tür zugeschlossen, sie aufs Sofa gelegt und ihr einen Tee gekocht. Das ist doch nicht der Sinn der Sache.

Wie gesagt.. ich freue mich riesig wenn ihr euch bei einem der drei Themen, oder auch mehreren beteilgen wollt. Es sind einfach nur Gedanken, die mir diese Woche durch den Kopf gekrochen sind. Ich wünsche euch noch einen schönes Restsonntag ihr Süßen.

Kommentare:

  1. hmm Süße... lass nur, ich hab auch oft genug solche Gedanken... Gedanken die mich innerlich quälen...

    Alleinsein: hmmm existieren allein vielleicht...vielleicht aber auch nicht - wer ermöglicht es denn, dass die Welt so ist wie sie ist - richtig andere! Also ganz allein NEIN...! wohl eher vegetieren!
    Aber ich kann eh NIE allein sein - dann werd ich depressiv. Blöd wenn man allein wohnt und seinen Herzbuben nur am WE sieht =(

    Ehrlichkeit: du hast schon recht mit dem was du sagst... aber hmmm - klar manchmal ist es 'schöner' belogen zu werden... aber sind wir mal ehrlich... wenn du weißt, dass es eine Lüge ist, fühls du dich beschissen... dann lieber mit der Ehrlichkeit auseinander setzen!

    Arbeiten: Uiuiui auch schon viel zu oft die selbe Frage gestellt. und ich glaube, wir leben um zu arbeiten... sind wir doch mal ehrlich... wenn ich am Anfang des Monats Geld bekomme, dann weiß ich wofür ich das bekommen hab, aber im gleichen Atemzug ist es auch schon wieder weg - heißt ich muss wieder arbeiten gehen, um im nächsten Monat wieder was zu haben. Wie oft stehe ich in der Woche auf mit dem Gedanken 'Or verdammt ich hab kein Bock!'

    genug gejammert - wir haben Menschen um uns herum, die für uns da sind.
    Wenn was ist Süße, kannst du gerne schreiben, ich freu mich sehr - E-Mail hast du ja =)

    knutschaa

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  2. Ich frage mich, warum man sagt, dass man im Grunde gar nichts hat. Egal, ob man alles alleine macht, wie schlafen, Krankeheiten austragen, etc. - Hat man dennoch etwas im Leben, was einem Freude bereitet. Wofür man lebt. Deshalb ist es wohl schon richtig, dass man existieren und leben in zwei verschiedene Schuhe steckt. Aber das ist bestimmt nicht der Sinn, dass man das auf das existieren abwälzt. Man sollte leben, nicht existieren. Sogesehen, Dinge machen, woran man Spaß hat und was einen aufbaut, Halt und Kraft gibt.

    Zur Ehrlichkeit: Ich bin froh darüber, dass du so ehrlich zu mir bist. Sollte es doch mal was gegeben haben, wo du nicht so ehrlich warst, wie solche Themen mit der Figur etc. kannst du mir das gern noch beichten. :) Ich bin nämlich sonst wirklich froh darüber und das soll auch so bleiben.

    Und es ist meist so, dass man lebt um zu arbeiten. Zumindest kommt es einem so vor, dennoch tut man das freiwillig, da man Geld verdienen möchte, um sich was zu leisten, damit man seinen Lebensstandard halten kann. Und deine Mutti wird schon wissen, für wen Sie das macht. Sei stolz auf Sie, auch wenn dir das Leid tut. Aber sie machte s für Ihre Familie und das verdient großen Respekt.

    ILD, Engelchen. <3

    <3 chris

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  3. Sehr interessanter Blogpost.

    Zum Alleinesein:
    Ich glaube, das dachte ich auch viel in meiner Jugend, aber inzwischen sind da halt mein Freund und meine beste Freundin und selbst, wenn ich 500 km weiter im Süden bin und sie wochenlang nicht sehe, sind sie mbei mir, wir haben zumindest elektronisch täglich Kontakt und wenn ich krank bin, stehen sie mir bei, wenn ich lernen muss, motivieren sie mich.
    Trotzdem hat man diese Momente imemr wieder. Ich kenne das auch.

    Ehrlichkeit:
    Ich mag schonungslose Ehrlichkeit von meinen Freunden ode rauch meinem Freund. ich glaube, sonst würde auch eine zwischenmenschliche Beziehung mit mir nicht funktionieren, denn mal ehrlich: verarschen kann ich mich auch alleine und ich will keine Freundin, die mir Zucker in den A***h bläst, sondern sagt, was Sache ist und auch den Mumm hat zu sagen, das Klamotten an mir fürchterlich aussehen. Es gibt nur eine Ausnahme: Man mischt sich nicht in die Beziehungen anderer Leute ein. ich habe heute am frühen nachmittag einen blogeintrag über eine ehemalige Freundin geschrieben und daran, dass sie versucht hat, meinen freund und mich auseinanderzubringen, weil er meinte, er sei nicht gut genug für mich, zerbrach letztendlich unsere freundschaft. In solchen Sachen kann man Ratschläge geben, aber man sollten anderen nicht vorgeben, was sie zu tun haben.
    Manchmal fühlt man sich dadurch persönlich angegriffen, aber meistens bin ich im Nachhinein dankbar.

    Arbeit:
    Ich komme aus einer Familie, wo meine Mutter auch ähnliches gearbeitet hat. Eigentlich wollte sie studieren, jetzt studiert sie von zuhause aus, aber etwas anderes.
    ich denke, solange man Spaß an seiner Arbeit hat, kann sich auch ruhig der Berufswunsch ändern. Erst wollte ich Geologin werden, dan Synologin oder japanologin. Dann Journalistin oder Mediendesignerin bis ich erfahren habe, dass man das eine nur auf Dauer mit Vitamin B bekommt und das dieser und auch der andere bereich überlaufen mit schlecht bezahlten praktikanten ist.
    Nun studiere ich Germanistik und Philosophie, bin megahappy darüber und denke, dass ich Öffentlichkeitsarbeit mache und nebenbei wie schon seit meiner Kindheit hobbymäßig singe, fotografiere und schreibe.
    Ich denke, solange man das Gefühl hat, man genießt sein Leben, kann man auch ohne großen Traum gut leben. Ich kann z. B. leute nicht verstehen, die meinen, ihr Seelenheil liegt in 4-6 Stunden Fernsehen am Tag. Okay, ich lese auch oft Blogs oder gucke mal ein Video bei Youtube, aber letztendlich nutze ich jeden Tag aus mit Dingen, die mir Freude machen.

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  4. oh wow da hat dich ja einiges beschäftigt süße...

    das mit dem allein sein, ich finde immer man ist nicht so alleine wie man oft denkt!
    was die ehrlichkeit betrifft, auch wenn es hart ist und man manches nicht hören möchte, es ist dann aber doch besser!
    naja und das mit der arbeit, ich bekomme zwar keine prämie aber ich gehe auch arbeiten wenn ich krank bin, siehe jetzt gleich oder letzte woche ,so ist es eben .. leider ist man ersetzbar!

    ich hoffe die nächste woche läuft besser für dich =)

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  5. Hm, in der tat mal ein wirklich tiefgehender Post....

    Ich kann nur zu einem Thema etwas sagen: "Arbeit".
    Ich bin 23 und absolut ausgelaugt, erfolgreich, genervt, rage Verantwortung, bin unglücklich in meinem Beruf.
    Ich verdiene gutes Geld, mache meinen Job gut, habe mit 22 mein Wirtschaftsdiplom geschafft und habe einen festen Arbeitsplatz. Dahingegen quäle ich mich täglich dorthin, bin überfodert, alsolut gestresst und nicht mehr ich selbst. Selbst wenn ich krank bin, schleppe ich mich da hin, weil ich nunmal auch ziemlich viel Verantwortung trage.
    Mit dem Stress lernt man umzugehen, mit der Unlust auch - aber nicht damit, nicht mehr man selbst zu sein. Deswegen habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn beschlossen, mir meinen Traum zu erfüllen und das zu arbeiten, was ich will, was mich erfüllt - fordert, aber auch fördert. Auch wenn das erstmal einen Zweitjob und Geldprobleme wie zu Ausbildungszeiten bedeutet. Man lebt nicht, um zu arbeiten - schön, dass es Menschen gibt, die das können & tun. Aber was hast du davon, morgens aufzustehen und dich zu fragen, wohin das letzte Jahr gegangen ist - und die Jahre davor - weil du außer Arbeit nichts mehr siehst...
    Hm. Aber das muss jeder für sich selbst rausfinden...

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  7. Der alte bekannte^^Dienstag, 12 Oktober, 2010

    hey.

    Was das allein sein angeht kann ich dem Chris nur recht geben.
    mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
    Ich mein, man lebt doch nur einmal, also sollte man echt das beste daraus machen und das leben genießen.

    Ehrlichkeit.... Das ist natürlich ein heißes Thema. Aber die Wahrheit kann eben manchmal echt bitter sein. Von daher denke ich, gibt es Dinge die sollte man einfach für sich behalten.
    Nein, Ich sage nicht das lügen okay ist aber manchmal reicht es schon wenn man die Wahrheit ein wenig verpackt.

    Und zum Thema Arbeit:

    Da muss ich dem Chris schon wieder recht geben. Es ist einzig deiner Mutter ihre Entscheidung wenn sie trotz unwohlsein gehen will. Denn sie weiß für was und für wen sie dies tut. Auch wenn du das vllt nicht nachvollziehen kannst, eine mutter denkt und fühlt anders als wir, die Kinder, denken.

    Mein Fazit: lebe das Leben. Koste es in vollen zügen aus und lebe um zu arbeiten. Wie? das geht schon mit der Auswahl des Jobs los. Besorgst du dir irgendeinen Job weil du Geld brauchst oder weil dir der Job spass macht?

    Klar, am Anfang gehts fast immer ums Geld, aber wenn du dich nur ein paar Jahre richtig rein kniest und dich selbst nahezu opferst kannst du alles erreichen was du nur willst. ich spreche aus Erfahrung.
    also schau einfach immer stets nach vorne und blicke auf deine Ziele. In diesem Sinne: einen schönen Tag noch.

    Der alte bekannte^^

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